Auswärtsturnier am 08. Juni 2017 im Golfpark Bachgrund (eigentlich Startbahn West)

Nach einer verkehrsbedingt etwas mühevollen Anreise kam ich gerade noch pünktlich zur geplanten Startzeit auf dem Parkplatz an. Kaum angekommen konnte ich sofort den Start der ersten Maschine von der Startbahn West am Himmel bewundern.

Wind Nord/Ost Startbahn null drei,
Bis hier hör‘ ich die Motoren.
Wie ein Pfeil zieht sie vorbei,
Und es dröhnt in meinen Ohren,
Und der nasse Asphalt bebt.
Wie ein Schleier staubt der Regen,
Bis sie abhebt und sie schwebt
Der Sonne entgegen.
Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.
Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man,
Blieben darunter verborgen und dann
Würde, was uns groß und wichtig erscheint,
Plötzlich nichtig und klein.

Spätestens an meiner Startbahn, dem Tee 1, packte mich das Fernweh und lies mich nicht mehr los. Ich wäre gerne mit geflogen und verfehlte natürlich prompt das Grün des kurzen Par 3. Nicht nur, dass das Wetter optimal war, 29 Senior|innen waren vom hervorragenden Zustand des spektakulären Links Courses begeistert. Egal, ob an der Küste gelegen oder nicht, den Platz „Nessie“ prägen Dünen, Wasserhindernisse und künstlich angelegte Teiche. Die Anlage zeichnet sich außerdem durch seine (weitgehend) baumlose Gestaltung aus. Zudem liegt er auf sandigem Boden und ist sehr stark onduliert.
  Von den stürmischen Unwettern der Vortage war auf dem Platz nichts zu bemerken. Großzügig angelegte Bunker-Landschaften verleihen dem Platz ein internationales Flair. Hier ein Beispiel für perfektes Spiel aus einer schwierigen Bunkerlage.     

Ein Links Course sollte schnell sein, mit krustigen Fairways. Das Grün lässt den Ball durch viele Buckel und Knubbel hüpfen und springen. Dazu kommt, dass der Platz ein natürlich hohes und dickes Rough hat. Das alles ist im Bachgrund hervorragend umgesetzt worden.

Besonders das dicke Rough an steilen Hängen verursachte einige 5-minütige Suchorgien, bei denen ich im krautigen, kniehohen Dünengras viele gute Bälle fand – nur niemals den eigenen. Ist doch klar, oder? Anstatt Meeresrauschen dröhnten unablässig die  Flugmotoren dicht über uns und mein Fernweh ließ nicht nach.

„Fore“! Leider überschattete ein Unfall das Golfturnier. Unser Karl wurde unglücklich von einem Golfball an der Stirn getroffen. Der Ball kam selbstverständlich nicht von einem Mitspieler unserer Seniorengruppe. Karl konnte zwar das Turnier zu Ende spielen, er war aber wohl doch auf den letzten Bahnen etwas benommen. Trotzdem, noch 32 Punkte zeigen, wie gut Karl vorher unterwegs gewesen sein muss. Nach einem Schlag sollte man immer sehr laut „Fore“ rufen, falls doch einmal ein Golfball unkontrolliert nach links oder rechts geht.
„Fffliock.“ So ungefähr hört es sich an, wenn man den Golfball perfekt trifft. Es ist das Geräusch, nach dem sich jeder Golfer sehnt. Richtig gut gelang es diesmal unseren Tagessiegern Erich und Hi Soon den ersehnten Ton zu erzeugen. Erich spielte außergewöhnlich gutes Golf und gewann mit 41 Punkten, während Hi Soon mit 40 Punkten ebenfalls ein überragendes Ergebnis erspielte. Glückwünsche an Beide! Sie gewannen in ihrer Klasse jeweils mit großem Vorsprung unser Auswärtsturnier. Für die Siegerliste bitte hier klicken. Der Abschluss des Turniers fand im neu gestalteten Clubhaus auf der großen Terrasse direkt am kleinen Badesee statt.

PS.: zum Glück hatte Theo ein Starthilfekabel dabei. So konnten alle Spielerinnen, auch diejenigen, die bei Ankunft das Autolicht angelassen hatten, mit dem eigenen Auto zurück in die Heimat fahren.
Ach und ich bin auch nach Hause gefahren,  mein Fernweh hat noch nicht gesiegt!  Zu allen Bildern des Tages aus der Dropbox bitte hier klicken.
Und denkt immer daran! Einfach auf den Rhythmus achten und bleibt entspannt! JL